Fagus Werk wird Weltkulturerbe

Am Samstag hat das UNESCO-Welterbe-Komitee das Fagus-Werk, gestaltet von Walter Gropius, zum Weltkulturerbe ernannt.
1911 beauftragte Benscheidt den seinerzeit weitgehend unbekannten Architekten Walter Gropius mit der Errichtung einer Schuhleistenfabrik, die neben ihrer Funktionalität als Industriebau vor allem auch den Belangen der Mitarbeiterschaft Rechnung tragen sollte. Diese Entscheidung belegt Benscheidts Überzeugung, dass weitsichtiges und innovatives unternehmerische Handeln gekoppelt werden muss mit einer Hinwendung zu sozialen Fragestellungen. Zugleich konnte Gropius seine Vision von der Zukunft der Arbeit und Architektur Gestalt verleihen. Entstanden ist ein lichtdurchfluteter architektonisch kühner Bau, der weltweit eine Novität darstellte. Auch heute, 100 Jahre später, wirkt das Gebäude modern und zeitgemäß. Es gilt als erster Industriebau der Moderne und hat, bereits vor der Klassifizierung als Weltkulturerbe, weltweite Berühmtheit erlangt.
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